Prestel-Mettbach-Trio
Prestel-Mettbach-Trio

 

Eine

Abschieds-Matinée

auf dem Kammerer-Hof

 

 

Der Ausflugs-Gasthof gibt seine Gastronomie auf, der Weinbaubetrieb geht weiter / Prestel-Mettbach-Trio aus Kehl gastierte.

FRIESENHEIM (ulb). Mit swingender Leichtigkeit ist das Prestel-Mettbach-Trio aus Kehl auf dem Weingut Kammererhof in den Sonntag gestartet. Für die rund 50 Gäste der Jazz-Matinée gab es neben dem Ohrenschmaus auch viele kulinarische Genüsse.

 

Das wienerisch-melancholische „Sag zum Abschied leise servus" von Peter Alexander stand nicht auf der Liste ihrer Lieder – obwohl es rein inhaltlich schon gepasst hätte. Denn die Jazz-Matinée vom vergangenen Sonntag war die letzte Veranstaltung dieser Art, die auf dem Gelände...

 

...nachdem der größte Hunger erst einmal gestillt war, konnten sich die Besucher dann auch wieder auf das konzentrieren, was zu einer Matinée auf dem Kammererhof auch immer dazugehört hat: exquisite musikalische Unterhaltung. Für diese Abschieds-Matinée hatte Klaus Kammerer das aus dem Raum Kehl stammende Prestel-Mettbach-Trio engagiert, das mit einer luftig-leichten Mischung aus Zigeuner-Swing, Chansons und Jazzoldies heitere Atmosphäre verbreitete. Mit lockerem Anschlag ließ Pianist Josef Prestel seine Finger über die Tasten hüpfen, während Danjetto Mettbach die passenden flinken Gitarrenläufe lieferte. Sänger Samuel Mettbach schöpfte das ganze Volumen seiner geschmeidigen Stimme aus.

Das Repertoire der Gruppe reichte von Swing-Klassikern wie „Autumn leaves" oder „Summertime" über kesse Musical-Melodien wie „Helly Dolly" bis hin zur Grande Dame des deutschen Chansons, Hildegard Knef, und ihrem Wunsch „Für mich soll’s rote Rosen regnen".

 ...und spätestens bei dem mitreißenden Zigeunerswing-Titel „Kell Tschai" waren wippende Füße zu beobachten und Bravo-Rufe wurden laut.

Als glückliche Fügung des Himmels erwies es sich, dass es an diesem Sonntagmorgen zum musikalischen Rosenregen keinen der momentan häufigen Sommerregenfälle gegeben hat.